Es ist noch ganz frisch: Alle Ehemaligen des FB Design der FH Aachen können sich mit ihrer alten Nutzerkennung nun hier anmelden: campusphere.de und auf diese Weise Kontakt halten zur Institution. Teilnahme an neuen und alten Seminar-Blogs inbegriffen.
Hinweis: Das Nutzerverzeichnis reicht nur einige Jahre zurück. Wenn man nicht mehr drin sein sollte, weil man vorher Diplom gemacht hat, kann man sich von mir einladen lassen (kurze Mail bitte).
Ich sah es gerade in der Doku „Unter falscher Flagge“ und musste es selbst noch mal in dem Dokument »Rebuilding America’s Defenses« vom September 2000 nachlesen (auf Seite 60 im Kapitel »Transforming U.S. Conventional Forces«):
And advanced forms of biological warfare that can “target” specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.
Damit man das richtig versteht noch mal in Deutsch: Hier wird vorgeschlagen Biowaffen herzustellen, die nur gegen Träger bestimmter Gene wirksam sind – als »politisch nützliches Werkzeug«.
Natürlich ist das Dokument nicht neu – und auch die Doku nicht – aber manchmal muss man sich einfach nochmal dran erinnern…
Die Re:Publica’09 war leider dieses Jahr keine so überzeugende Veranstaltung – das ist nicht nur mein eigener Eindruck gewesen, sondern auch der von anderen, die dort waren. Zu wenig „smart“ waren die meisten Vorträge – und statt auf Qualität setzt man auf viele Themen – dem Ganzen fehlt am Ende, was das Motto „Shift happens“ vielleicht suggerieren sollte.
Allerdings gab es auch gute und wichtige Beiträge. Lawrence Lessig, Jimmy Wales, … die Amerikaner zeigen, dass sie den Diskurs nicht nur technologisch dominieren, sondern auch intellektuell. Mit Spannung klicke ich daher auf den FAZ-Link…
Herr Stahnke reagiert mit einer geradezu kindlich-trotzigen Arroganz auf das, was sich ihm verschlüsselt darstellt… und weil er nicht verstehen kann, was er nicht verstehen will, reiht sich in seinem Artikel auch ein Unsinn nach dem anderen.
Beispiel: Lawrence Lessig wird als „Verfechter eines Copyright-befreiten Internets“ auf der mit Creative Commons ein „Modell der freien Lizenz für Medienerzeugnisse“ gegründet habe. Und das wäre so – laut Stahnke – als würde man auch von Immobilienmaklern, Steuerberatern und Rechtsprofessoren verlangen, dass sie auf die Bezahlung ihrer Leistung verzichten.
Richtig ist:
1. Lessig ist gegen ein exklusives, übermäßig lange gültiges und alles betreffendes Copyright – und schlägt ergänzend (!) hierzu abgestufte Lizenzen vor, die weniger exklusiv sind und die bestimmte Nutzung pauschal erlauben. Das hat mit einem „Copyright-befreiten Internet“ herzlich wenig zu tun – mehr aber mit einer Entlastung kulturellen Schaffens von zwanghafter Überkommerzialisierung durch einige einfache Optionen für die Urheber
2. Creative Commons Lizenzen sind demgemäß also nicht „freie Lizenzen“, sondern sie erlauben eine Nutzung unter bestimmten Bedingungen
3. Rechtsprofessoren (und auch andere) erbringen nicht selten viele Leistungen unentgeltlich
4. Überhaupt sind Creative Commons Lizenzen erdacht worden als alternative Lizenzierung der Nutzung bestehender Werke – und sie haben nichts, aber auch gar nichts, mit den Regeln für die Honorierung von Dienstleistungen zu tun.
5. Zudem: Immobilienmakler, Steuerberater und Juristen erzeugen eher selten „geistiges Eigentum“, sondern nutzen lediglich ein Informationsgefälle aus (Vielleicht ist das ja ein Modell, welches Herrn Stahnke für den Journalismus vorschwebt…)
Jochen Stahnke resümiert:
Dass die Urheber von Gedanken, die nicht bezahlt und geschützt werden, bald keine Zeit und kein Geld mehr haben, diese zu denken, und dass eine Avantgarde, die über 140 Zeichen und den Horizont ihres Privatlebens nicht hinauskommt, kaum geeignet ist, die Weltöffentlichkeit aufzuklären – an diesen Widerspruch mochte Lessig aus Angst vor Veränderung keinen Gedanken verschwenden. Die Bloggerrepublik kreist weiter um den eigenen Bauchnabel und gefällt sich dabei, ihn für die Öffentlichkeit zu halten.
Die meisten Twitter-Nutzer – vor allem jene mit vielen Followern – zeigen nicht nur per Twitter Präsenz. Viele schreiben Blogs, Artikel, Konzepte, viele treten auf Panels auf, lassen ihr Wissen in Produktkonzepte und andere Diskurse einfließen – und setzen mit ihren Mitteln und ohne die Definitionsmacht einer Tages- oder Wochenzeitung im Rücken durchaus auch Impulse innerhalb dieser Diskurse.
Was also ist die „Weltöffentlichkeit“ eigentlich, die laut Herrn Stahnke, von den Bloggern und Twitterern nicht aufgeklärt wird? Der Öffentlichkeitsbegriff hat sich gewandelt und zersplittert. Das ist ein Problem – aber es ist eines, welches nur kluger Journalismus helfen kann zu lösen. Ein Journalismus, der den Wandel versteht, die Entwicklungen antizipiert und die Synergien auslotet – gerade auch im Bezug auf die Themen, deren Behandlung eine journalistischen Souveränität benötigt.
Ein Journalismus, der derartig unverständig und schlicht auftritt wie der von Jochen Stahnke, der vergiftet (auch im Feuilleton) den guten Ruf, den die Journalisten gerne für sich in Anspruch nehmen – oft auch zu Recht, nur hier leider nicht.
Für mich ist es aktuell er erste Fall von Verletzung der Netzneutralität, von der ich persönlich betroffen bin: T-Mobile blockiert Skype in ihrem Mobilfunk- und WLAN-Netz.
Seit dem vor einigen Tagen Skype für das iPhone erschien wurde es 600.000 Mal im Apple App Store heruntergeladen. Und deutsche Nutzer sind offenbar diejenigen mit den meisten Downloads dieser Applikation. Sehr schnell hat T-Mobile daran erinnert, dass die Verwendung von VOIP-Applikationen in ihrem Netzwerk gegen den Vertrag verstößt – und droht Anwendern, die dies ignorieren den Vertrag zu kündigen. Darüber hinaus wurde angekündigt Skype im Mobilfunknetz zu blockieren (und bei Skype ist man „not amused“).
Das Besondere an diesem Fall ist nun, dass viele T-Mobile-Kunden mit einem iPhone auch eine Datenflatrate nutzen – und in diesem Fall jedoch Daten nicht gleich Daten sind. Obwohl andere Gründe von T-Mobile angeführt werden ist klar, dass T-Mobile hier schlicht und einfach Umsatzrückgänge bei den Gebühren für Telefonate im Mobilfunknetz fürchtet.
Hier zeigt sich, was passiert, wenn die Politik das Prinzip der Netzneutralität nicht gesetzlich verankert (wodurch entsprechende Klauseln in Verträgen unrechtmäßig würden): die im Prinzip zeitgemäße VOIP-Technik wird zu Gunsten einer alten aber lukrativeren Technik verbannt.
Die Gegner des „Net Neutrality“-Prinzips argumentieren oft damit, dass technische Innovationen unrentabel werden, wenn die Kosten nicht vom Service-Typ abhängig gemacht werden könnten. T-Mobile zeigt mit seinem Verhalten, dass sich vor allem das Gegenteil bewahrheiten wird: Wenn die Netzneutralität per Vertrag ausgeschlossen werden kann, so wird dies vor allem verwendet werden, um den Wettbewerb zu hemmen und Einnahmequellen vor ihm schützen.
Die mittel- bis langfristige Folge könnte sein, dass das Internet als Motor für technische Innovationen zum Erliegen kommt, weil sich Innovationen nur noch in Form von „geduldeten“ Services manifestieren können. Das Verhalten von T-Mobile ist somit aus der Sicht des Unternehmens nachvollziehbar – aber es gibt ein höher zu bewertendes gesellschaftliches und volkswirtschaftliches Interesse, welches durch Gesetze geschützt werden muss. Und wenn kein Provider VOIP-Dienste blockieren darf, dann gibt es auch keinen Wettbewerbsnachteil. Natürlich könnte es bedeuten, dass die Datenflatrates teurer werden müssten, aber dafür wird den völlig überteuerten Roaming-Preisen endlich ein Ende gesetzt.
Hier ist noch ein Video, welches das Problem mit der Netzneutralität noch einmal erklärt:
Update am 12. Mai 2009:Laut dieses Heise-Berichts ist damit zu Rechnen, dass die Anbieter T-Mobile und Vodafone Sondertarife anbieten werden für Kunden, die Skype oder andere VOIP-Clients verwenden wollen. Dieses Vorgehen ändert an der Verletzung der Netzneutralität allerdings nichts, denn auch mit einem Sondertarif werden trotz Flatrate Daten nach wie vor nach ihrem Zweck unterschieden. Das Ganze könnte ein Einstieg in den Ausstieg aus der Netzneutralität im Mobilfunkbereich sein.
Ich werde mich in Zukunft auch als Co-Autor im WebTV-Blog (http://webtvblog.de/) betätigen. Das Thema ist ja nun schon seit einiger Zeit stärker in den Vordergrund gerückt – und im Rahmen meiner Arbeit als Konzeptchef für die Hobnox AG in den vergangenen zwei Jahren habe ich mich sehr intensiv mit dem Markt und den Technologien beschäftigt.
Zum Einstieg zwei Kommentare zum Thema Fernsehen vs. Internet:
Habe die vergangenen Tage ein wenig Zeit damit verbracht die Vor-Version von BuddyPress auf campusphere.de zu installieren. Das ganze verlief erwartungsgemäß recht problemlos.
Buddypress greift nicht in die WordPress MU Installation ein, sondern ergänzt diese einfach um Funktionalitäten. Was auf campusphere.de fehlt ist eine Überarbeitung der Templates um die Funktionalität von BuddyPress auszureizen und dennoch die besonderen Anforderungen des Campusphere-Systems besser zu beantworten.
Dass die anfängliche Installation problemlos verlief, ist bei genauerem Hinsehen jedoch alles andere als erwartbar, denn grundsätzlich scheint bei BuddyPress noch einiges in Entwicklung zu sein: Verzeichnisse für einzelne Komponenten ändern plötzlich ihre Namen und Orte – und machen u.U. Plugins unbrauchbar. Die Integration von Foren (mittels bbPress) ist leider noch nicht „out of the box“ – und die manuelle Konfiguration alles andere als schmerzlos. Es gibt praktisch noch so gut wie keine alternativen Themes. Und auch die Plugins sind noch sehr unausgereift und lange nicht so einfach installierbar, wie bei WordPress selbst.
Allerdings haben die Macher ein ganz ordentliches Stück Arbeit vorgelegt, und man darf gespannt sein, was sich die Entwickler-Community noch einfallen läßt.
Dieses Interview in der deutschen Ausgabe des Harvard Business Manager Magazins mit Charles Czeisler thematisiert die medizinischen Auswirkungen von Schlafdefizit, welches viele Manager und Führungskräfte im Laufe ihrer Arbeit aufbauen. Nach einigen Tagen zu wenig Schlaf akkumuliert sich das Defizit und wirkt sich auch bei Entscheidungen so aus als hätte man viele Stunden nicht geschlafen. Zitat:
Die Menschen glauben, dass sie Zeit sparen und produktiver sind, wenn sie auf Schlaf verzichten. In Wirklichkeit beschneiden sie ihre Produktivität dadurch ganz erheblich. Jemand, der ausreichend schläft, nickt in einem wichtigen Treffen mit einem Kunden nicht ein. Er kann sich über einen längeren Zeitraum hinweg auf seine Aufgabe konzentrieren und seine ganze Intelligenz und Kreativität in das jeweilige Projekt einbringen.
Interessant fand ich auch den Hinweis, dass viele Menschen glauben, sie könnten bewusst entscheiden wach zu bleiben. Tatsächlich übernimmt das Gehirn die Kontrolle und versetzt den Körper in den Schlafzustand, wenn das Gleichgewicht zu sehr ausser Kontrolle geraten ist.
Dieser Videokünstler hat hunderte von Nutzer-Videos von YouTube in denen musiziert wird gesammelt, gesichtet und zu neuer Musik zusammengemischt – mit absolut erstaunlichen Ergebnissen.
Die Videos beweisen eine ähnliche Gespür wie schon die Remixes von Eclectic Method – mit dem gravierenden Unterschied, dass keine professionellen Materialien zum Einsatz gekommen sind.
Bruce Nussbaum (vormals stellvertretender Chefredakteur der BusinessWeek – und seit Anfang der 90er Jahre ein Journalist, der immer wieder die unternehmensstrategische und sozio-ökonomische Bedeutung von Design unterstreicht) hat das Jahr 2008 mit einem Artikel zum o.g. Thema beendet. Die Rubrik Innovation auf der BusinessWeek Homepage ist ohne Zweifel ein Ergebnis seines Engagements.
Er schreibt, dass die globale Rezession vor allem eines erzwingt: Die Fähigkeit sich mit dem Misserfolg einstmals erfolgreicher Business-Modelle anzufreunden und den Wert der eigenen Produkte und Dienstleistungen zu überdenken (und somit ihren Gebrauchswert, der sich aus der Kombination aus Nutzwert, Zugänglichkeit und Preis ergibt).
Most importantly, “Transformation” accepts the notion that we are in a post-consumer society, defined by two groups of economic players: manufacturers and consumers. “Transformation” deals with a new Creativity Society, in which we are all both producers and consumers of value. Look around and you can see Gen Y in particular creating practically from birth, mashing music, designing Facebook or MySpace pages, doing videos and podcasts—creating value. Check out futurist Paul Saffo on the subject.
Aber Nussbaum spricht nicht nur davon, dass es sich um eine geänderte ökonomische Strategie handelt. Er sieht eine Wechselwirkung mit Veränderungen, welche die „transformative Strategie“ bewirkt. Veränderungen betreffen nicht nur die Art und Weise, wie Wirtschaft profitabel bleibt, sondern wirken sich spiegelbildlich in allen Lebensbereichen aus: Bildung, Gesundheit, Logistik, Verkehr, Verteidigung, Politik, etc.
Die spannende Frage – und hier spielt Nussbaums Fable für Design eine Rolle – ist, wie sich die Neuerungen und geänderten Alltagspraktiken darstellen lassen, so dass man als Individuum orientiert bleibt und nicht vor diesem Transformationsdruck kapituliert. Design ist in diesem Sinne immer schon am Transfer und an der Alternative interessiert gewesen und insofern übernehmen Designer eine wichtige Funktion in diesem Prozess: sie wirken mit daran Transformation sinnvoll, verständlich und verträglich zu gestalten.
Die Ausgabe 4 der Computerzeitschrift c’t kommt morgen in die Kioske und darin sind zwei interessante Artikel für Mediengestalter und Informationsdesigner:
Visualisierung von André Kramer (auf Seite 154-159):
Eine Reihe interessanter Beispiele und viele Referenzen zum Thema Informationsdesign.
Tutorial mit Processing von Peter König (auf Seite 160-165):
Am Beispiel einer Visualisierung einer Netzstruktur einer Website wird die Programmierung mit dem Framework Processing erläutert. Processing wurde speziell für experimentierfreudige Künstler und Designer entwickelt.
Jennifer Keuter hat erste Nachrichten von ihrem Gastsemester am Londoner Royal College of Communication gesendet! Auf einem Weblog berichtet sie mit vielen Fotos über ihre Erlebnisse vor Ort (gibt es auch als RSS-Feed)
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