Aktuelles

Neues Seminar im WS 2015/2016: »Gute Entscheidung, schlechte Entscheidung«

Im Wintersemester 2015/2016 biete ich ein höchst spannendes Seminar für ALLE Studierende (KD ab dem 3. Semester, Teilnehmer aus dem MA willkommen):

»Gute Entscheidung, schlechte Entscheidung«

In diesem Seminar gestalten wir Entscheidungshilfen für verschiedene Entscheidungsprobleme. Um Hilfen für leichtere und bessere Entscheidungen zu entwickeln, befassen wir uns mit der Natur von Entscheidungsprozessen in ausgesuchten Situationen (in Gesellschaft, Unternehmen, Politik, Alltag und Spiel). Wie sich zeigen wird, hängen Entscheidungen oft von Dingen ab, die gestaltbar sind.

Und dabei geht es um viel: Gute Entscheidungen fällen — das ist die hohe Kunst des Managements, der Lebensführung, der Politik. Entscheidungen bestimmen den Lauf der Dinge. Wer Entscheidungen fällen muss, der braucht Information, Überblick, Durchblick und Erfahrung. Wie z.B. entscheiden Sie sich jetzt für das richtige Seminar? Was würde ihre Entscheidung erleichtern? Mehr Informationen? Mehr Erfahrung? Verlassen Sie sich auf die Berichte anderer? Wie entscheiden Gruppen, Institutionen und Organisationen? Welche Probleme mit Entscheidungsfragen bestehen in unserer Gesellschaft, im Alltag oder in Unternehmen?

Im Seminar befassen die Teilnehmer sich mit diesem Phänomen der Entscheidung: historische Entscheidungen, Entscheidungshilfen, Kaufentscheidungen, Fehlentscheidungen, Entscheidungsbefugnisse, Bauchentscheidungen, Entscheidungsschwächen, Entscheidungsdruck, Unentschiedenheit, … um nur einige Begriffe zu nennen.

Das Thema wird natürlich schon lange in der Wissenschaft bearbeitet. Und in vielen Bereichen erweist sich die kluge Vorbereitung und Begleitung von Entscheidungen zunehmend als zentraler Faktor für Qualität und Fortschritt.

Ein besseres Verständnis über das Wesen und die Mechanik von Entscheidungsprozessen eröffnet die Chance durch Gestaltung (auch im Sinne von „Gestaltung als Beratungsform“) die Qualität von Entscheidungen zu verbessern.

Seminarziele

Die Teilnehmer erstellen Konzepte und prototypische Anwendungen und erwerben sowohl allgemeine methodisches Know-how zur Bearbeitung gestalterischer Probleme im Bereich der digitalen Informations- und Interaktionsgestaltung als auch spezifisches Wissen über die konkreten Probleme und Fragestellungen bei der Vorbereitung und Begleitung von Entscheidungsituationen.

Bemerkungen:

Die Einführungsveranstaltung findet voraussichtlich am Mittwoch, den 30.09.2015 von 14:00 bis 17:00 (ggf. im Raum 03115) statt. Näheres wird noch via E-Mail bzw. hier in Campus angegeben.

Voraussetzungen:

Das Seminar ist offen für alle KD-Studierende ab dem 3. Semester. Masterstudierende sind willkommen. Englischkenntnisse sind auf Grund der oft englischsprachigen Lektüre von Vorteil. Nur eine sehr regelmäßige Teilnahme an den Seminarterminen kann den Lernerfolg sicherstellen. Programmierkenntnisse sind keine Voraussetzung.

Erstellt am 4. September 2015 um 11:46 Uhr | Kategorie: lehre

Was ist UX Design?

Ein Beitrag vom britischen Design Council:

Erstellt am 17. Mai 2015 um 10:53 Uhr | Kategorie: ux

audiotool Pick

Einige Tracks von der Semester-Startveranstaltung kamen von audiotool.com.

Etwas zum Hintergrund…

Wer selbst mit dem Track experimentieren will klickt auf „remix“. Damit öffnet man den Track im Audiotool. Dieses läuft noch in Flash — wird aber seit einiger Zeit für HTML5 adaptiert und kommt dann mit interessanten neuen Features.

Schon die Flash-Anwendung war ein Meilenstein im Bezug auf das, was man mit Audio im Browser machen konnte (wenn man ein paar Jahre Arbeit reinstecken kann). Die nächste grosse Release wird eine HTML5-Webapp (inklusive der Klangberechnung) in JavaScript realisiert wird, ist das nicht ganz trivial. Zu Hilfe kommt da Defrac (siehe defrac.com) — welches unter anderem aus der jahrelangen Grundlagenarbeit für das Audiotool hervorgegangen ist.

Als kleine Technikpreview von Defrac gibt es das Audiotool Sketch: https://www.defrac.com/audiotool.sketch/

Auf audiotool.com gibt es eine lebendige Community, die Musik machen und sich gegenseitig ihre Kompositionen remixen.

Disclaimer: Audiotool.com und Defrac gehören zur dimensional GmbH.

Erstellt am 26. September 2014 um 3:08 Uhr | Kategorie: fundsachen

Vier Professuren am FB Gestaltung der FH Aachen ausgeschrieben

Die FH Aachen Fachbereich Gestaltung schreibt aktuell VIER Professuren aus.

Die Bewerbungsfrist ist der 26. September 2014.

Professur für das Lehrgebiet „Fotografie“
(100%, befristet)

Professur für das Lehrgebiet „Interaktive Gestaltung, Schwerpunkt: Interface Design“
(50%, befristet)

Professur für das Lehrgebiet „Industrial Product Desgin“
(50%, befristet)

Professur für das Lehrgebiet „Typografie“
(100%, unbefristet)

Details bei den Stellenanzeigen der FH Aachen.

Erstellt am 26. August 2014 um 11:43 Uhr | Kategorie: lehre

IIIDaward — Open for Entries!

Dates

  • 10th November 2014: submission deadline
  • 10th December 2014: shortlist and winners will be announced (5 from each category + winner)

More information on: http://www.iiidaward.net/

Why the IIIDaward 2014 and why shall I submit?

It is the only international competition dedicated to information design with

  • 1 Grand Prix Winner
  • 15 Category Awards
  • 75 Shortlisted projects (5 from each category)
  • 1 Editors Choice
  • All of them will be published in the IIIDaward 2014 book.

Plus:

  • The announcement at the IIID Vision Plus conference 2014.
  • A beautiful, very small but useful trophy.
  • The winners profile on the web.
  • The IIIDaward exhibition on tour with a stop at the EXPO 2015 in Milan.
  • Being mentioned in the ID Journal.
  • A IIID membership 2015.
  • You are entitled to use the IIIDaward label for the next 3 years.

What does IIID mean by „information design“?

»Information design aims at transforming data into high-quality information. The idX project made us aware that high-quality information must serve a purpose. We condensed our insights to IIID’s tag line: Data transformed into high-quality information empower people to attain goals. Thus IIID should welcome submissions ranging from visualizations that help people understand undisputed facts, situations and processes for whatever imaginable purposes to information and information systems facilitating understanding as well as enabling goal oriented action.

Referring to the last of the listed evaluation criteria „Attractiveness and elegance of the designed information“ – shouldn’t information designers restrict themselves to design well understandable and easily applicable information irrespective of its appeal and aesthetic value? Would the latter be really needed to empower people to attain goals?

I may quote David Hume from his undisputed A Treatise of Human Nature, first published 1739/40: „Reason is, and ought only to be the slave of the passions“. Thus, let’s not forget about passions, which perhaps manifest themselves best through attractiveness and elegance.«

DI Peter Simlinger, Director, IIID

Erstellt am 21. August 2014 um 18:32 Uhr | Kategorie: informationsdesign

Material Design von Google

Als das Continuity-Seminar im Wintersemester 2005/2006 begann gab es keine Smartphones und selten Touchscreens, mit denen normale Menschen interagieren konnten (der Fahrkartenautomat der Bahn war eine bekannte Ausnahme).

Das Seminar beschäftige sich mit dem Bruch der analogen Erfahrungen, durch die nicht-analogen und plötzlichen Kontextwechsel in den digitalen Medien. Schon damals war klar: die Gestaltung der Kontextwechsel als Übergänge wird ein Schlüsselkonzept sein, um die User Interfaces menschengerechter zu gestalten.

Fast 10 Jahre später ist Touch-Interaktion allgegenwärtig und es war nur eine Frage der Zeit bis die „körperanaloge Gestaltung des (digitalen) visuellen Erfahrungsraums“ eine vernünftige Antworten liefert. Was von Apple 2007 in iOS 1.0 bereits angelegt wurde hat Google mit dem letzten Redesign ihres User Interface Frameworks für Touch-Interaktion („Material Design“ getauft) nun sehr schlüssig uns sehr weitreichend beantwortet.

Schaut diesen Ausschnitt von der Google I/O Developer Conference 2014:

Wenn man sich die Dokumentation zu den Designprinzipien anschaut — speziell das Thema Animation — dann wird klar, dass Prototyping-Tools wie Axure völlig überfordert sind: Bis auf einige Details gehen diese Werkzeuge das Thema nur sehr rudimentär an — und so werden Konzepter verleitet sich kaum oder keine Gedanken über das Thema zu machen.

Erstellt am 26. Juni 2014 um 13:58 Uhr | Kategorie: interfacedesign

Sprache für die Form — Forum für Design und Rhetorik

Das wis­sen­schaft­li­che E-Journal »Spra­che für die Form« prä­sen­tiert infor­ma­tiv und unter­halt­sam seine bis­lang umfang­reichste Aus­gabe.

Sprache für die Form Forum für Design und Rhetorik

Aus dem Editorial:

Was bie­tet Ihnen »Spra­che für die Form«? Die­ses Forum für Design und Rhe­to­rik möchte Desi­gnern und Rhe­to­ri­kern einen Aus­tausch ermög­li­chen und einen Bei­trag dafür leis­ten, dass wir Design bes­ser ver­ste­hen, dass wir über Design bes­ser, genauer, ver­stän­di­ger und ver­ständ­li­cher reden. Der Aus­tausch soll wis­sen­schaft­lich sein und unter­halt­sam – worin für mich kein Wider­spruch steckt. Das Medium für die­sen Aus­tausch ist ein »E-Journal«, ist diese elek­tro­ni­sche Zeitschrift.

Erstellt am 5. Juni 2014 um 11:27 Uhr | Kategorie: sprache

Information Design Journal (IDJ 20.1) erschienen

Das Information Design Journal 20.1 ist erschienen.

In der Hot Topics Section, die ich seit einer Weile redaktionell betreue, ein hervorragender Artikel von André Sheydin und Gustav Vella »Bridging the Semantic Gap – An Approach based on Observations on Medical Research and Evidence-Based Clinical Practice«.

Idj 20 1

Erstellt am 27. Oktober 2013 um 18:09 Uhr | Kategorie: informationsdesign

Designhölle

Herrn Zetts Betrachtungen*:

Als er bemerkte, dass sich einer von uns auf einen Klappstuhl aus durchsichtigem rosa Kunststoff niedergelassen hatte, erging Z. sich in einer Tirade über die Designer.
»Seitdem die letzten Nachfolger des Bauhauses das Zeitliche gesegnet haben«, fing er an, »sind diese Leute damit beschäftigt, alle Gebrauchsgegenstände unbrauchbar zu machen. Was sie Kreativität nennen, ist eine Drohung. Zu ihren Triumphen gehören die Abschaffung des Wasserhahns, der Bau von windschiefen Regalen, die Erfindung von Lampen, die nicht wie Lampen aussehen und möglichst wenig Licht geben, und von Sitzgelegenheiten, die nicht nur wackeln, sondern, wie der berühmte Stuhl von Gerrit Rietveld, der menschlichen Anatomie Hohn sprechen. Der Mehrwert dieser Objekte besteht darin, dass sie mit dem Namen ihrer Urheber verziert sind.« […] Man müsse sich die Hölle als einen Ort vorstellen, der ganz und gar von Designern möbliert sei.

* aus: Herrn Zetts Betrachtungen (S. 58), Hans Magnus Enzensberger, Suhrkamp, Berlin 2013

Erstellt am 17. Oktober 2013 um 16:18 Uhr | Kategorie: fundsachen

Dauerausstellung HfG Ulm

In der ehemaligen Mensa der HfG Ulm wurde eine Dauerausstellung »Von der Stunde Null bis 1968« zur Arbeit der Hochschule für Gestaltung in Ulm (1953-1968) eröffnet (siehe HfG-Archiv Ulm).

Südwest Presse berichtet.

Ein kleiner Film aus der Anfangszeit der HfG:

Erstellt am 16. September 2013 um 12:15 Uhr | Kategorie: design

Universität Bozen sucht einen künstlerisch-wissenschaftlichen Mitarbeiter im Bereich Informationsdesign

Die Universität Bozen sucht — sehr kurzfristig — noch Bewerber für einen künstlerisch-wissenschaftlichen Mitarbeitern im Bereich der Informationsgestaltung (siehe Ausschreibung):

Es gent darum in einem Projekt mitzuwirken das beschrieben wird als »„Visual culture and its impact on society“, particularly with regard to the information design and the corresponding design instruments and technologies, that stay in the context of the communication design.«

Erstellt am 17. Juli 2013 um 0:37 Uhr | Kategorie: jobs

Gunter Dueck: Aufruf zum metakulturellen Diskurs

Die aufkommende Wissensgesellschaft wird in eine neuen Kultur münden, die wir jetzt gestalten sollten. Stattdessen wird jedes Tages-Kleinstdetail wieder und wieder aus verschiedenen alten und neuen Kulturblickwinkeln heraus leidenschaftlich befürwortet oder wutbürgerlich abgelehnt. Frommwunschforderungen werden durch ätzende Mühlen gedreht, Fehler der anderen verachtend shitgestormt. Aus solchen Diskussionen entsteht aber kein Diskurs (eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Ziel eines gemeinsamen Weges). Woran leiden wir? Vielleicht sind wir – jeder für sich – zu sehr Gefangene unserer speziellen Denkkulturen. Diese sollen kurz gezeigt und andiskutiert werden – Aufruf zu einem „Blick aus dem Helikopter“

Gunter Dueck | http://omnisophie.com/ | http://twitter.com/wilddueck | http://www.facebook.com/Omnisophie | http://omnisophie.com/

Erstellt am 6. Mai 2013 um 23:14 Uhr | Kategorie: diskurszukunft

Ein Leben wie eine Komposition — John Cage

Ein Portrait und Interview mit dem Komponisten John Cage auf YouTube:

John Cage widmete dem Zufall und der Stille seine Musik. Cage komponierte, um eine Erfahrung zu machen, die eine grundlegende Veränderung implizierte. Der Berliner Merve Verlag macht sich dieses Prinzip seit über vierzig Jahren zu eigen. Wir trafen den Mitbegründer und Verleger Peter Gente im letzten Jahr in seiner Verlags-Wohnung. Ein Gespräch über Merve und Foucault.

Teil 02Teil 03Teil 04

Erstellt am 18. März 2013 um 0:09 Uhr | Kategorie: medien

Weitere Veranstaltungen im Bereich »Interaction« im Sommersemester 2013

»Digitale Demenz«

ab 5. Semester
mit Dipl.-Des. Markus Strick

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Methoden und Möglichkeiten, die uns helfen können, Informationen besser und länger im Gedächtnis zu behalten und abzurufen. Dazu analysieren die Kursteilnehmer Kognitionsprozesse und entwickeln Strategien und Konzepte für eine einfachere Verarbeitung von digitalen Informationen.

»Anything Everywhere Web«

3./4. Semester (Cluster)
mit Dipl.-Des. Wolfgang Gauss

Die Kursteilnehmer erfahren, welche Unterschiede bei der Gestaltung von interaktiven Services für die Endgeräte (PC/Notebook, Tablet-PC, Smartphone, etc.) zu beachten sind und welche Einschränkungen und Möglichkeiten sich aus der Nutzung heraus ergeben.

»Interactive Thinking«

3./4. Semester (Cluster)
mit Dipl.-Des. Elke Klinkhammer

Kreative Denkmethoden, Benchmarking, Organizing Idea & Storyline, Transmedia Storytelling, digitale Touch point, User Journey, Interaction Design

Erstellt am 14. März 2013 um 11:47 Uhr | Kategorie: lehre

Omek Gesture Recognition — und das Ende des Pixels

Das israelische Start-up Omek hat sich Gedanken darüber gemacht, wie neuartige Rechnerschnittstellen aussehen müssen, damit sie den Nutzer nicht ermüden:

Damit könnten einige Probleme der Touch-Interaction im Desktop-Bereich gelöst werden — allerdings nicht alle. Die Touch-Interaktion leidet ein wenig darunter, dass die Nutzer den Bezugspunkt mit der Fingerkuppe abdecken und somit keine präzise Kontrolle möglich ist. Die daraus resultierenden Probleme kennen alle, die z.B. schon mal Textmarkierungen auf einem Touchscreen durchgeführt oder ein Zeichenprogramm auf einem Tablett verwendet haben: solche Anwendungen verlangen vom Nutzer präzise Kontrolle der Interaktion.

Was wir in dem Omek-Beispielen sehen sind nur Interaktionsmuster, die sehr grobmotorische Formen gestatten. Dennoch ist erkennbar, dass Hand- und Fingerbewegungen vor dem Screen — inetwa oberhalb der Tastatur — ein möglicher Ansatz sind um eine Lücke zwischen Touchscreens und Desktop-Monitoren zu schliessen.

Zudem: Die Auflösungen von Monitoren hat heute eine Pixeldichte erreicht, welche eine pixelgenaue Kontrolle nicht mehr sinnvoll machen: der Zusammenhang zwischen Mauszeiger und Pixel als Maßeinheit zur Definition von Größeneinheiten verliert endgültig seine Bedeutung.

Alternative: LEAP Motion Controller

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der LEAP Motion Controller, der aber erst Mitte Mai an Entwickler ausgeliefert werden soll. Während Omek offenbar eine Kinect-ähnlichen videografischen Ansatz mit einer Perspektive von vorne auf den Nutzer verfolgt funktioniert der LEAP Motion Controller so, dass dessen Infrarot-Kameras von unten blickt — also z.B. aus der Perspektive der Tastatur. Im Endeffekt erlauben beide Ansätze ähnliche Interaktion und Gesten.

Erstellt am 14. März 2013 um 10:24 Uhr | Kategorie: interaktionsdesign