Der Master of Arts Kommunikationsdesign und Produktdesign am Fachbereich Gestaltung der FH Aachen ist ein konsekutiver und interdisziplinärer Studiengang. Bereiche des Kommunikationsdesigns und des Produktdesigns werden in disziplinübergreifenden Projekten entwickelt und bearbeitet. Der forschende Ansatz steht dabei im Vordergrund und eröffnet eine neue Perspektive auf komplexe Designstrategien in multidimensionalen Projekten.
Voraussetzung für das Studium ist ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Reflexionsvermögen und Begeisterung für neue Designansätze, sowie die Fähigkeit diese theoretisch zu untersuchen.
Im Wintersemester 2012/2013 werden im Bereich »Interaktive Medien« zwei Lehrveranstaltungen angeboten. Beide Seminare sind zugänglich für alle Studierenden ab dem 3. Semester. Ein bestandenes 2. Semester ist Voraussetzung für die Teilnahme:
»Data Transformation«
Betreuung: Prof. Dipl.-Des. Oliver Wrede Mittwochs 13-17 Uhr
Erster Termin: 26. September 2012 um 13 Uhr in Raum 03115
Dieses Seminar befasst sich mit der gestalterischen Aufbereitung von Daten zu visuellen (teilweise interaktiven) Darstellungen. Schlagworte in diesem Zusammenhang sind: »Data Journalism«, Generation Gestaltung, »Big Data«, Datenvisualisierung, »Information Mapping«, Data Mining, »Visual Cognition«. Nach einer praktischen Einstiegsphase bearbeiten die Teilnehmer relevante selbstgestellte Themen. Nach einer praktischen Einstiegsphase bearbeiten die Teilnehmer relevante selbstgestellte Themen.
Hinweis: In der Workshop-Woche findet eine Einführung in das kostenfreie Programmierwerkzeug »Processing« (siehe processing.org) statt. Die Teilnahme wird empfohlen!
Seminarziele
Die Teilnehmer erstellen Konzepte und prototypische Anwendungen und erwerben sowohl allgemeine methodisches Know-how zur Bearbeitung gestalterischer Probleme im Bereich der digitalen Informations- und Interaktionsgestaltung als auch spezifisches Wissen über die konkreten Probleme und Fragestellungen bei der Handhabung von Daten mit dem Ziel vermittelnde Darstellungsformen daraus zu generieren.
Das Seminar ist offen für alle KD-Studierende ab dem 3. Semester. Master-Studierende sind willkommen. Englischkenntnisse sind auf Grund der oft englischsprachigen Lektüre von Vorteil. Eine sehr regelmäßige Teilnahme an den Seminarterminen wird erwartet.
»Multi-Channel-Design – Gestaltung von ganzheitlichen Nutzererlebnissen«
Betreuung: Dipl.-Des. Wolfgang Gauss und Dipl.-Des. Markus Strick Freitags 9-12 Uhr
Erster Termin: 28. September 2012 um 9 Uhr in Raum 03115
Der Desktop-Computer und das Notebook sind längst nicht mehr die einzigen Geräte, die wir für den Zugriff auf das Internet und andere interaktive Services nutzen: Smartphones, Tablet-PCs und Co. gewinnen in der heutigen Medienwelt zunehmend an Bedeutung. Zeitgemäße Dienstleister präsentieren sich daher kanalübergreifend und angepasst auf den verschiedensten Plattformen und berücksichtigen auch variable Faktoren wie Raum, Zeit und Interaktion.
Daraus ergeben sich folgende Schlüsselfragen, welche bei der Gestaltung solcher Services eine wesentliche Rolle spielen:
– Welche Grundprinzipien der Interaktion kennen wir, um mit Menschen und Dienstleistern unabhängig von Raum und Zeit zu interagieren? Wie macht sich das in unserem Alltag bemerkbar?
– Wie können wir menschliche Erfahrungen kanalübergreifend analysieren, planen, konzipieren, darstellen und in das Design von Benutzeroberflächen übertragen?
Seminarziele
Das Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern einen Einblick zu gewähren, wie man Strategien, Konzepte und Benutzeroberflächen für ein ganzheitliches Multi- und Cross-Channel-Nutzererlebnis entwickelt. Wir berücksichtigen dabei Techniken und Prinzipien der Gestaltung.
Die Kursteilnehmer erfahren, welche Unterschiede bei der Gestaltung von interaktiven und skalierbaren Inhalten für verschiedene Plattformen (PC/Notebook, Tablet-PC, Smartphone, etc.) zu beachten sind und welche Einschränkungen bzw. Möglichkeiten sich aus der Nutzung flexibler Layouts ergeben.
Im Rahmen des Seminars konzipieren und gestalten die Teilnehmer einen eigenen kanalübergreifenden Service, welcher dann prototypisch realisiert und innerhalb des Seminars mit unterschiedlichen Methoden getestet wird.
Seminar-Tags
Responsive Design, Liquid Layout, Dynamic Layout, Scaled Content, Flexible Grids and Images, Responsive Imaging, Responsive Adds, Responsive E-Mail, Responsive Video, Cross Channel, Multi Channel, Smartphone, Tablet-PC, Touchpoints & Transmedia Story Telling, Customer Journeys, Use Cases, Device Complexity, User Experience Design, Interaction Design
Teilnahmevoraussetzungen
– Englischkenntnisse
– technisches Grundverständnis
– Bereitschaft zu Team- und Gruppenarbeit
– erfolgreich abgeschlossenes 2. Semester
– Programmierkenntnisse sind keine Vorausetzungen
Design wird zur Hilfsdisziplin der Kunstvon Thomas Edelmann, 5. Februar 2012 Neue Tendenzen in Lehre und Studium nehmen Einfluss auf künftiges Design. In Hamburg ist Design inzwischen nur noch Teil des Kunststudiums. An anderen Kunsthochschulen wird es zum randständigen Fachbereich. Von einer Gegenwehr der Designer aber ist nichts zu sehen.
Warum ist die Banane krumm? oder „Was ist Design?“von Friedrich von Borries, 15. Februar 2012 „Wird Design zur Hilfsdisziplin der Kunst?“ fragte Thomas Edelmann in einem Artikel auf dieser Seite, in dem er sich Gedanken über die Praxis der Designausbildung an Kunsthochschulen macht. Konkret angesprochen wurden dabei auch aktuelle Veränderungen an der HfbK Hamburg. Friedrich von Borries nahm den Artikel zum Anlass, um seine Vorstellungen von Design deutlich zu machen. Borries ist Architekt, lehrt Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und ist Kurator für zeitgenössisches Design am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.
Wege aus der „freiwilligen Selbstverengung“von Thomas Edelmann, 26. Februar 2012 Die Designausbildung an der HfbK Hamburg wurde neu geordnet, wir berichteten über die Implikationen. Mit der breit angelegten Veranstaltung „Warum gestalten?“ lotete der Studienschwerpunkt Design nun unterschiedliche Perspektiven aus. Von der radikalen Stadtkritik bis zum multiperspektivischen Entwickeln.
Neue Formate? Her damit.von Egon Chemaitis, 28. Februar 2012 Sind Lehrende, die selbst kaum nennenswerte Entwurfspraxis vorweisen können, in der Lage auszubilden? Diese Frage stellt Egon Chemaitis, pensionierter Professor für Design-Grundlagen an der Universität der Künste Berlin. Vier Gründe benennt er, die aus seiner Sicht zur Verschiebung der Designausbildung in Richtung Kunst beigetragen haben.
Was kann Design? Replik auf einen Bananenkritikervon Thomas Wagner,
2. März 2012 Friedrich von Borries hat mit Bananen offenbar so seine Probleme. Es kann also nicht schaden, genau zu lesen, was die Frucht tatsächlich mit Design, niederen Empfindungen und Kunst zu tun hat – und welcher Begriff von Design am Ende aus der Bananenschale schlüpft.
Für manche wird es offenbar zu kompliziertvon Georg-Christof Bertsch, 6. März 2012 Designer sollten sich nicht lächerlich machen, indem sie Hilfskünstler werden wollen, meint Georg-Christof Bertsch, Honorarprofessor für Interkulturelles Design an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Vielmehr lägen die fachlichen Herausforderungen in der zunehmenden Komplexität des Berufes Industriedesign selbst.
Vorrang für das Denkenvon Helmut Staubach, 8. März 2012 Die Unbestimmtheit der Grenze zwischen Kunst und Design sieht Helmut Staubach, Professor für Produkt- und Transportationdesign an der Universität Berlin Weißensee, als Chance für beide Disziplinen.
Design als gesellschaftliche Kraft?von Harald Gründe, 11. März 2012 Angeregt von seinen Lehrerfahrungen an europäischen Designhochschulen bringt Harald Gründl vom Designbüro Eoos vier Thesen zum Design in die Ausbildungsdebatte ein.
Geplagt von der Idee der Rebellionvon Michael Erhoff, 16. März 2012 Neue Tendenzen in Lehre und Studium nehmen Einfluss auf künftiges Design. In Hamburg ist Design inzwischen nur noch Teil des Kunststudiums. An anderen Kunsthochschulen wird es zum randständigen Fachbereich. Von einer Gegenwehr der Designer aber ist nichts zu sehen.
Design als brotlose Kunst?von Oliver Schweizer, 3. April 2012 Wo Kunst drin sei, solle nicht Design draufstehen, meint Oliver Schweizer. Der Produktdesigner, der die Schweizer Design Consulting leitet und regelmäßig an Designhochschulen lehrt, sieht in der täglichen Praxis Bedarf für solides Handwerkszeug.
Nähe und Distanz zu den gesellschaftlichen Umständenvon Jesko Fezer, 20. April 2012 Jesko Fezer ist seit dem Wintersemester 2011/12 Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seiner Meinung nach sei Entwerfen nicht mehr oder weniger als die gestalterisch projektive Auseinandersetzung mit der Welt – und eine Kunsthochschule ein geeigneter Ort der Ausbildung dazu.
Raffinierter werden!von Volker Albus, 22. April 2012 Volker Albus, der Produktdesign an der HfG Karlsruhe lehrt, plädiert in der Designausbildung für ein extrem vielfältig angelegtes Themenangebot. Nur so ließe sich den Verwerfungen der gesellschaftlichen, technischen, ökologischen und ökonomischen Gemengelage Rechnung tragen, die das Design heute herausfordert. Mit dem Ausrufen der großen künstlerischen Freiheit allein sei das nicht zu erreichen.
Im Sommersemester 2012 werden im Bereich »Interaktive Medien« zwei Lehrveranstaltungen angeboten. Beide Seminare sind zugänglich für alle Studierenden ab dem 3. Semester. Ein bestandenes 2. Semester ist Voraussetzung für die Teilnahme:
»Physical Computing«
Betreuung: Prof. Dipl.-Des. Oliver Wrede Mittwochs 13-17 Uhr
Erster Termin: 21. März um 13 Uhr in Raum 03115
Längst umgibt uns eine Welt in der viele Objekte computerisiert sind. Kaum etwas wird nicht von einem integrierten Micro-Computer gesteuert. Mit kostengünstigen und offenen Entwicklungsplattformen (wie z.B. Arduino), können Gestalter sich diese Domäne der Elektronik kreativ und spielerisch erschliessen. Sie eröffnen sich neue Form der Gestaltung interaktiver Syteme und können eigene Benutzerschnittstellen oder Ausgabemedien erfinden. Das Prinzip einfach: Sensoren (wie z.B. Druck-, Bewegungs- oder Entfernungsmesser) können genutzt werden um eigene Programme bzw. Aktoren (wie z.B. Lichtsysteme, Motoren oder Klangerzeuger) steuern. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.
»Physical Computing bedeutet im weitesten Sinne, interaktive, physische Systeme durch die Verwendung von Hardware und Software zu erstellen. Diese Systeme reagieren auf Ereignisse in der realen, analogen Welt und/oder wirken auf sie ein. Unter Physical Computing werden Systeme verstanden, die sich mit der Beziehung zwischen dem Menschen und der digitalen Welt befassen. Der Begriff wird meistens für Projekte mit einem künstlerischen oder Designhintergrund oder für Do-it-yourself-Hobbyprojekte verwendet. Dabei werden Sensoren und Mikrocontroller verwendet, um analoge Eingaben Software-Anwendungen verfügbar zu machen und/oder elektromechanische Geräte, wie Motoren, Servos, Leuchtdioden oder andere Hardware steuern.”« (Quelle: Wikipedia)
Seminarziele
Im Seminar werden die erforderlichen praktischen Kenntnisse gemeinsam erarbeitet. Eine Anzahl von Komponenten für die ersten Schritte können ausgeliehen werden. Für eigene Projekte sollte dann eigene Hardware eingesetzt werden, deren Kosten sich aber in Grenzen halten. Am Ende des Semesters werden die Arbeiten fachbereichsöffentlich präsentiert.
Teilnahmevoraussetzungen
– technische Vorkenntnisse sind hilfreich aber nicht zwingend notwendig
– erfolgreich abgeschlossenes 2. Semester
Betreuung: Dipl.-Des. Wolfgang Gauss und Dipl.-Des. Markus Strick Freitags 9-13 Uhr
Erster Termin: 23. März um 9 Uhr in Raum 03115
Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, wie und warum spieltypische Prinzipien und überraschende Ideen auf Informations- und Interaktionsdesign angewendet werden können (und sollen?). Der Grundsatzgedanke des „Spielens“ spielt dabei eine ebenso bedeutende Rolle wie Storytelling, Belohnungssysteme oder spieltypische Design-Elemente aktueller Games.
Seminarziele
Die Kursteilnehmer erfahren, wie bestehende Designprozesse durch die Integration von Spielprinzipien optimiert, die Nutzermotivation gesteigert und Lernerfolge verbessert werden können. Die Erkenntnisse werden prototypisch realisiert und innerhalb des Seminars mit unterschiedlichen Methoden getestet. Ziel ist es, eigene Anwendungen zu erstellen, die dem „Joy of Use“ Aspekt folgen. Es werden keine Computerspiele entwickelt.
Teilnahmevoraussetzungen
– Englischkenntnisse
– technisches Grundverständnis
– Bereitschaft zu Team- und Gruppenarbeit
– erfolgreich abgeschlossenes 2. Semester
– Programmierkenntnisse sind keine Vorausetzungen
Hinweis:
Ein älteres Seminar mit ähnlicher Thematik wurde hier online begleitet: http://campusphere.de/playful/ dort findet man schon einiges an Material, um einen Eindruck von dem Thema zu bekommen. Das neue Seminar wird in Kürze unter http://campusphere.de/gamification/ ein neues Online-Zuhause erhalten.
Interaktion Design ist — für mich — eines der spannendsten, vielseitigsten und offensten Felder der Gestaltung. Zur Zeit findet sehr viel statt durch die Technologisierung und Informatisierung des Alltags — am Ende geht es aber immer darum, die Welt begreifbarer, verständlicher, nützlicher und menschlicher zu machen. Es geht um nicht weniger als die Frage, wie wir Technologie im Alltag nutzen möchten und vielleicht auch sollten.
Inzwischen ist auch eines klar: Interaktion Design kann nicht mehr aufgesplittert werden in Mediengattungen (wie Webdesign, o.ä.), sondern die besondere Herausforderung besteht darin die Wechselwirkungen zu verstehen und Lösungen vorzuschlagen um diese Wechselbeziehungen so zu gestalten, dass der Gebrauch freudvoll, mühelos und am Ende auch durch die Menschen selbstbestimmt gelingt.
Nach langer Funkstille nutze ich meine Site einmal für ein Update: Am Fachbereich Gestaltung der FH Aachen wird eine Professur für das Lehrgebiet »Interaktive Gestaltung – Schwerpunkt: Kommunikation mit digitalen und interaktiven Medien« ausgeschrieben. Diese Vollzeitprofessur auf 5 Jahre befristet.
Für die Studierenden, die sich das Fragen: Diese Professur ist eine Stärkung des Bereichs Interaktive Medien, der in den vergangenen Jahren an Bedeutung zugenommen hat und personell besser ausgestattet sein soll. Sie ist auch kein Ersatz der Lehraufträge, die in der Vergangenheit zahlreiche tolle Projekte angeboten haben.
Erstellt am 23. Januar 2012 um 23:57 Uhr | Kategorie: lehre
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