Mai 2009

Politisches Produktdesign

Dieses Vogelhäuschen mit dem Namen „Wolfgang S.“ ist fast ein Muss – wenn man irgendwo noch ein Fleckchen an der Hauswand frei hat:

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Erstellt am 11. Mai 2009 um 17:08 Uhr | Kategorie: designspass

Genetic Biowarfare

Ich sah es gerade in der Doku „Unter falscher Flagge“ und musste es selbst noch mal in dem Dokument »Rebuilding America’s Defenses« vom September 2000 nachlesen (auf Seite 60 im Kapitel »Transforming U.S. Conventional Forces«):

And advanced forms of biological warfare that can “target” specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.

Damit man das richtig versteht noch mal in Deutsch: Hier wird vorgeschlagen Biowaffen herzustellen, die nur gegen Träger bestimmter Gene wirksam sind – als »politisch nützliches Werkzeug«.

Natürlich ist das Dokument nicht neu – und auch die Doku nicht – aber manchmal muss man sich einfach nochmal dran erinnern…

Erstellt am 15. April 2009 um 18:09 Uhr | Kategorie: zukunft

T-Mobile ignoriert die Netzneutralität

Für mich ist es aktuell er erste Fall von Verletzung der Netzneutralität, von der ich persönlich betroffen bin: T-Mobile blockiert Skype in ihrem Mobilfunk- und WLAN-Netz.

Seit dem vor einigen Tagen Skype für das iPhone erschien wurde es 600.000 Mal im Apple App Store heruntergeladen. Und deutsche Nutzer sind offenbar diejenigen mit den meisten Downloads dieser Applikation. Sehr schnell hat T-Mobile daran erinnert, dass die Verwendung von VOIP-Applikationen in ihrem Netzwerk gegen den Vertrag verstößt – und droht Anwendern, die dies ignorieren den Vertrag zu kündigen. Darüber hinaus wurde angekündigt Skype im Mobilfunknetz zu blockieren (und bei Skype ist man „not amused“).

Das Besondere an diesem Fall ist nun, dass viele T-Mobile-Kunden mit einem iPhone auch eine Datenflatrate nutzen – und in diesem Fall jedoch Daten nicht gleich Daten sind. Obwohl andere Gründe von T-Mobile angeführt werden ist klar, dass T-Mobile hier schlicht und einfach Umsatzrückgänge bei den Gebühren für Telefonate im Mobilfunknetz fürchtet.

Hier zeigt sich, was passiert, wenn die Politik das Prinzip der Netzneutralität nicht gesetzlich verankert (wodurch entsprechende Klauseln in Verträgen unrechtmäßig würden): die im Prinzip zeitgemäße VOIP-Technik wird zu Gunsten einer alten aber lukrativeren Technik verbannt.

Die Gegner des „Net Neutrality“-Prinzips argumentieren oft damit, dass technische Innovationen unrentabel werden, wenn die Kosten nicht vom Service-Typ abhängig gemacht werden könnten. T-Mobile zeigt mit seinem Verhalten, dass sich vor allem das Gegenteil bewahrheiten wird: Wenn die Netzneutralität per Vertrag ausgeschlossen werden kann, so wird dies vor allem verwendet werden, um den Wettbewerb zu hemmen und Einnahmequellen vor ihm schützen.

Die mittel- bis langfristige Folge könnte sein, dass das Internet als Motor für technische Innovationen zum Erliegen kommt, weil sich Innovationen nur noch in Form von „geduldeten“ Services manifestieren können. Das Verhalten von T-Mobile ist somit aus der Sicht des Unternehmens nachvollziehbar – aber es gibt ein höher zu bewertendes gesellschaftliches und volkswirtschaftliches Interesse, welches durch Gesetze geschützt werden muss. Und wenn kein Provider VOIP-Dienste blockieren darf, dann gibt es auch keinen Wettbewerbsnachteil. Natürlich könnte es bedeuten, dass die Datenflatrates teurer werden müssten, aber dafür wird den völlig überteuerten Roaming-Preisen endlich ein Ende gesetzt.

Hier ist noch ein Video, welches das Problem mit der Netzneutralität noch einmal erklärt:

Update am 12. Mai 2009: Laut dieses Heise-Berichts ist damit zu Rechnen, dass die Anbieter T-Mobile und Vodafone Sondertarife anbieten werden für Kunden, die Skype oder andere VOIP-Clients verwenden wollen. Dieses Vorgehen ändert an der Verletzung der Netzneutralität allerdings nichts, denn auch mit einem Sondertarif werden trotz Flatrate Daten nach wie vor nach ihrem Zweck unterschieden. Das Ganze könnte ein Einstieg in den Ausstieg aus der Netzneutralität im Mobilfunkbereich sein.

Erstellt am 5. April 2009 um 9:05 Uhr | Kategorie: informatik

Interessante Portraits von Barack Obamas Mitarbeitern

Ein Präsident ist nichts ohne sein Team. Nadav Kander hat für  die New York Times rund 50 Portraits von Obamas Mitarbeitern gemacht – alle vor weissem Hintergrund und dennoch spontan. Einige sehr interessante Posen und Momente sind entstanden.

Erstellt am 26. Januar 2009 um 12:15 Uhr | Kategorie: fundsachen

Keine Zeit für lebenslanges Lernen

Prof. Sabine Schmidt-Lauff thematisiert in diesem Interview bei sciencegarden.de das Auseinanderfallen von Anspruch und Wirklichkeit in der Bologna-Bildungspolitik:

[Es] hat sich gezeigt, dass die befragten Erwachsenen lebenslanges Lernen sehr wohl als individuelles Bedürfnis verinnerlicht haben. Was der Umsetzung jedoch häufig einen Riegel vorschiebt, ist das Fehlen von Zeitfenstern fürs Lernen. Die Politik vermittelt also erfolgreich, dass die Menschen lebenslang lernen sollen. Nur fehlen die Regelungen, die es auch praktisch ermöglichen.

[…] Dieser rein ökonomische Blick auf Zeit und Lernen greift zu kurz und führt zu Machbarkeitsillusionen einer Maximierung von Bildung. Nicht berücksichtigt ist, dass es auch Zeit dazu geben muss, das Gelernte zu hinterfragen und zu reflektieren.

Erstellt am 8. Dezember 2008 um 14:09 Uhr | Kategorie: lehre