Google hat nach etlichen Monaten nach der ersten Vorstellung den ersten öffentlichen Testlauf von Google Wave gestartet. Heute sollen 100.000 Nutzer Accounts erhalten. Weitere Accounts werden dann Schritt für Schritt freigeschatltet.
Wer schon einen Account hat, der kann 8 Menschen vorschlagen, die bei der weiteren Vergabe der Accounts bevorzugt werden sollen. Offenbar ist man sich noch nicht sicher, welche Belastung auf die Wave-Server zukommen, wenn so viele Nutzer zugreifen können.
Wer Google Wave noch nicht kennt, kann sich diese 10-Minuten-Präsentation der Produktmanager anschauen:
In den USA ist ein entscheidender Schritt gemacht worden das Prinzip der Netzneutralität zu schützen. Im Mobilfunkbereich wird gerade damit begonnen verschiedene Applikationen zu blockieren, weil deren Daten die bestehenden Geschäftsmodelle gefährden. Die US-Regierung stellt nun klar, dass diese Praktiken in absehbarer Zukunft nicht weiter gestattet sein sollen.
Hier zeigt sich, was passiert, wenn die Politik das Prinzip der Netzneutralität nicht gesetzlich verankert (wodurch entsprechende Klauseln in Verträgen unrechtmäßig würden): die im Prinzip zeitgemäße VOIP-Technik wird zu Gunsten einer alten aber lukrativeren Technik verbannt.
Chairman Genachowski proposed the addition of two new principles. The first would prevent Internet access providers from discriminating against particular Internet content or applications, while allowing for reasonable network management. The second principle would ensure that Internet access providers are transparent about the network management practices they implement. The Chairman also proposed clarifying that all six principles apply to all platforms that access the Internet.
Im Klartext: Man will Gesetze auf den Weg bringen, die eine Qualifizierung Daten verbietet – unabhängig von der Trägerinfrastruktur. Zudem müssen steuernde Eingriffe in die Datenströme für Kunden transparent gemacht werden.
Engadget berichtet, dass die beiden großen US-Mobilfunkanbieter AT&T und Verizon aber nun kritisieren, dass für Festnetz und Mobilfunk nicht die gleichen Regeln gelten können.
Grund hierfür ist, dass im Mobilfunkbereich die Frequenzen begrenzt sind – während die Festnetz-Infrastruktur theoretisch unbegrenzt wachsen kann. Die Absehbare Verknappung der infrastrukturellen Ressource muss — so die Anbieter — dazu führen, dass die Daten in diesen Netzen kontrolliert werden, damit bestimmte Services – wie z.B. die Sprachdienste – sichergestellt werden können.
Ob die FCC den Plan alle Infrastrukturen gleich zu behandeln ans Ziel kommen wird, das muss sich also erst noch zeigen.
Stolpere gerade über Webhooks – eine Form von „inter process communication“ via HTTP. Einfach gesagt sind Webhooks nutzerdefinierte Ereignisfolgen (wenn A passiert soll B passieren), die verschiedene Web Applikationen miteinander verketten – ganz ähnlich den UNIX Shell Pipes.
Damit das funktioniert brauchen diese Web Applikationen eine Schnittstelle. Das könnte eine API (application programming interface) sein – die man dann allerdings richtig ansprechen muss.
Webhooks verwenden dazu einfache HTTP-Requests – und stellen daher eine geringere Hürde dar. Das Webhooks-Blog von Jeff Lindsay beschreibt sie als „User-defined HTTP callbacks for push, pipes and plugins“ oder als „patterns of enabling user-defined callbacks in web applications“.
Hier ein Vortrag von Jeff Lindsay dazu:
Hier der Vortrag als Video:
Webhooks versuchen somit die Idee einzulösen, die hinter dem Schlagwort „programmable web“ steckt: Dass eine Programmierungebung entsteht in der das ganze Internet die Plattform ist und man dort nicht nur Inhalte, sondern auch Methoden zur Manipulation dieser Inhalte findet, die man dann lediglich auf sinnvolle Weise zusammenschalten muss.
Im kommenden Semester wird es für die Module 8_1 und 12_1 (Schlüsselqualifikationen 1 und 2) ein Angebot „Web- und Online“ geben. In dieser Arbeitsgruppe betreuen wir diverse Online-Aktivitäten des FB Gestaltung und entwickeln diese weiter.
Erstellt am 2. September 2009 um 18:47 Uhr | Kategorie: lehre
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