Wie heise.de berichtet beendet T-Online die Kooperation mit Six Apart (Hersteller von Movable Type und Anbieter des Weblog-Hosting-Services Typepad.com). Dies kann nun mehrere Dinge bedeuten: in Deutschland gibt es noch keinen wirklichen Markt für Weblogs, die URLs unter denen die Weblogs dann liefen waren nicht attraktiv oder der monatliche Preis für das Weblog war zu hoch. Wahrscheinlich trifft alles ein bisschen zu.
T-Online stellt Weblog-Dienst ein
Studentische Blogs nicht an der Hochschule?
Axel Nattland berichtet, dass am Studiengang »Educational Media« der Universität Duisburg Essen die Studierenden eigene Weblogs pflegen müssen. Diese werden aber nicht von der Uni selbst angeboten, sondern sollen – aus pädagogischen Gründen – bei einem der zahlreichen Blog-Hoster (oder auf eigenem Webspace des Studierenden) erstellt werden.
Digital Media for Artists – Lernplattform der Kunstuniversität Linz
Via Beat Doebli: Ja, so kann man E-Learning machen: Gute Übersichten, solide Struktur, sehr umfassenden und anschaulichem Material eigens produziert für die Lerneinheiten. Das kostet viel Zeit und Geld – aber nur so entsteht ein vertretbarer Kosten/Nutzen-Effekt, denn halbgare und zu öberflächlich ausgearbeitete Lerneinheiten kosten nur und nutzen zu wenig.
DMA zeigt auch, dass es nicht funktionieren kann einfach ein E-Learning-System aufzusetzen und darauf zu bauen, dass die Lehrenden und die Professoren zusätzlich zu der aktuellen Belastung durch Lehre und Selbstverwaltung solche Lerneinheiten erzeugen.
Leider sind einige der Inhalte von DMA nicht mehr ganz aktuell: HTML 4.0 statt XHTML/CSS (um nur ein Beispiel zu nennen). Die öffentliche Verfügbarkeit der Inhalte ist jedoch bemerkenswert und daher gilt den Verantwortlichen hier ein großer Dank und zu Recht wurde diese Initiative für den Medida Prix 2005 nominiert.
Foldershare
Offenbar gibt es das Tool FolderShare jetzt umsonst (nachdem sie Anfang November von Microsoft gekauft wurden). FolderShare gestattet es einzelne Ordner zwischen Rechnern zu synchronisieren.
Leider wird aus der Website nicht klar warum genau man ein Account bei FolderShare.com anlegen muss und ob die Synchronisierung auch ansynchron funktioniert (also wenn die verschiedenen Rechner/Ordner mal nicht gleichzeitig online sind). Es steht nur etwas von »Web Download« auf der Seite – aber es wird nicht präzise erklärt, was damit gemeint ist. Speichert FolderShare die Daten zwischen?
Posting mit Flickr
Dies ist nur ein Test-Posting mit Flickr. Sehr angenehm, dass man bei Flickr ein eigenes Template für jedes Weblog machen kann.
Somit sind alle Bausteine für ein handliches »Moblogging« vorhanden: Telefon, einfaches Transferrieren der Bilder ins Netz, erstellen von Beiträgen für das Weblog per Mausklick.
Und zudem: Es sieht so aus als würde das kommende WordPress 1.6 direkt das Einfügen von Flicker-Bildern unterstützen.
Gallery of Computation
Complexification.net ist eine interessante Website mit vielen berechneten Grafiken, die alle nicht sehr danach aussehen…
Solches »Gestalten mit Algorithmen« war schon mal Thema im Seminar »Zahlendynamik« im WS 2003/2004. Viele Studierende im Design haben leider eine übertriebene und nicht mehr ganz zeitgemäße Aversion gegen das Programmieren. Das ist bedauerlich.
Mobile photo blogging
Ich besitze neuerdings ein Mobiltelefon mit SymbianOS. Da suchte ich noch nach einer Möglichkeit ohne teure Zusatzsoftware Fotos vom Handy direkt im Web zu veröffentlichen. Nach dem PicoBlogger und LifeBlog leider zu viele Haken haben stieß ich nun auf SplashBlog.
Und bestimmt wird es auf dem dortigen »Moblog« von mir hin und wieder Fotos geben. Mal sehen. 😉
Update: ShoZu ist für alle Besitzer eines Symbian-Handys und eines Flickr-Accounts (beides trifft auf mich zu) die wirklich einfachste Art um Photos ins Netz zu kriegen. ShoZu lädt die Bilder im Hintergrund hoch.
Fallen Art
Ein wirklich bizarrer Kurzfilm: Fallen Art
Peak oil
Die aktuelle Rotationsgruppe hat diesmal die Wahl gehabt zwischen zwei Aufgaben: Spielanleitung oder die Bearbeitung eines wirtschaftspolitischen Themas. Sie haben sich für das Thema »Peak oil« entschieden.
Definition bei Wikipedia:
Mit Peak-Oil (aus dem Englischen, oder auch Hubbert peak bzw. depletion mid-point; wörtl. Ölspitze), Erdölproduktionsspitze wird der Punkt bezeichnet, an dem die Fördermenge einer Ölquelle bzw. weltweit aller Erdölquellen überhaupt ihr Maximum erreicht. Dieser Scheitelpunkt markiert den Zeitpunkt des Ende des Erdöls als billiger Rohstoff und Energieträger. Denn bei Erreichen dieses Fördermaximums steigt zwingend der Preis stetig an, weil ab diesem Punkt aus geologischen bzw. physikalischen Gründen die Erdölförderung nicht mehr gesteigert werden kann und somit das Angebot die (stetig wachsende) Nachfrage nicht mehr befriedigen kann.
Es ist interessant aus Sicht des Informationsdesigns, weil es sich um ein brisantes und zugleich doch sehr wenig anschauliches Thema handelt.
Ein paar anregende Beispiele, die ich auch den Studierenden nahegelgt hatte:
* Nigel Holmes Explanation Graphics
* Understanding USA
* Ecolanguage.net
* Neben der Arbeit
* Visual Complexity
* Videobeispiel welches das Thema »Trusted Computing« erläutert
CSSVista
Windows-User dürfen sich freuen: CSS Vista ist ein einfacher Editor für CSS, der Firefox und Internet Explorer gleichzeitig zeigt:
Die Software ist in Version 0.1 – also sicher nicht fehlerfrei.
Ehrensenf TV & Co
Ehrensenf schickt sich an die deutsche Variante von Rocketboom zu werden.
Kathrins (so heisst die Ehrensenf-Moderatorin) humorvolle Beiträge wirken noch ein bisschen einstudiert. Da finde ich das Konzept von Alex und Kevin von Diggnation etwas lustiger (aber sie haben mit digg.com natürlich auch eine grandiose Quelle für ihre Nachrichten).
DTV 0.7
Die Participatory Culture Foundation hat nun die Version 0.7 ihres Internet-TV Clients veröffentlicht.
Mit DTV abonniert man Video-Kanäle (die man über einen Channel-Guide aussuchen kann) und lädt die neu veröffentlichen Beiträge über das effektive Bittorrent-Protokoll (jeder DTV Benutzer wird automatisch zum Download-Server). Der Clou ist, die Verteilung der globalen Download-Last auf alle Nutzer. Somit bleiben die Traffic-Kosten für einen Video-Anbieter überschaubar.
Die neue Version ist schon um einiges besser geworden und wird langsam richtig benutzbar. Wie es sich für eine »Participatory Culture Foundation« gehört kann man natürlich auch seine eigenen Video-Kanäle annoncieren.

